Historie und multiprofessionelles Leitungsteam des Deutschen Kinderschmerzzentrums
Trotz der Dringlichkeit des Problems chronischer Schmerzen im Kindes- und Jugendalter war bundesweit die Versorgungssituation für sie in den 1990ger Jahren völlig unzureichend. Es gab keine einzige Anlaufstelle für betroffene Kinder und ihre Familien. Um die Situation zu verbessern, suchten wir einen starken Partner und fanden diesen in der Vodafone Stiftung Deutschland. Sie ermöglichte 2002 die Gründung eines Instituts für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin, das sich zu der wichtigsten Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche mit stark beeinträchtigenden Schmerzen entwickelte. Die Auszeichnung „Ausgewählter Ort 2011“ motivierte im Anschluss zur Gründung des Deutschen Kinderschmerzzentrums. Den Ausbau des Deutschen Kinderschmerzzentrums hin zu einem nationalen Referenzzentrum und die langfristige Verstetigung ermöglichte schließlich die Förderung der Rudolf-Augstein Stiftung.
Heute arbeiten bei uns Ärzt:innen, Therapeut:innen, Pflege- und Erziehungskräfte, Musik- und Kunsttherapeutinnen sowie Verwaltungs- und Organisationskräfte, die sich darum kümmern, dass bei uns alles wie am Schnürchen läuft. Unser gemeinsames Therapieziel für Dich: „Du hast den Schmerz im Griff!“ Das Leitungsteam stellt sich folgend kurz vor – so hast Du schon einmal einen Eindruck, wem Du bei uns in der Schmerzambulanz, auf der Station Leuchtturm und in Paulas Haus begegnen kannst.

Prof. Dr. Boris Zernikow ist Kinder- und Jugendarzt auf dem Gebiet der Schmerztherapie und Palliativmedizin. Er ist Inhaber des Lehrstuhls für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin an der Universität Witten/Herdecke sowie Chefarzt an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln. 2002 gründete er das Deutsche Kinderschmerzzentrum, 2010 das Kinderpalliativzentrum Datteln. Neben der Patient:innenversorgung verfolgt Prof. Zernikow auch das Ziel, die medizinische Versorgung strukturell zu verbessern. Gemeinsam mit seinem Team bildet er Fachleute weiter und richtet regelmäßig den Kongress „Dattelner Kinderschmerztage“ aus.

Michael Printz ist Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Schmerztherapeut und Palliativmediziner. Seit 2015 arbeitet er am Deutschen Kinderschmerzzentrum in Datteln, seit 2020 als Oberarzt. Mittlerweile ist er für den gesamten Bereich der Schmerztherapie zuständig, insbesondere aber für die Gruppentherapien und Angebote für sowohl junge Erwachsene als auch Kinder auf der Schmerzstation „Paulas Haus“. Seit 2025 bietet er gemeinsam mit Anna Hördemann eine Sprechstunde für junge Patient:innen mit Fatigue an. Michael ist gern Teil des großen Teams und begleitet die Patient:innen beim Erreichen der selbstgesteckten Ziele.

Michael Dobe ist Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut und spezieller Schmerzpsychotherapeut. Er ist von Beginn an in der stationären Versorgung chronisch schmerzkranker Kinder und Jugendliche am Deutschen Kinderschmerzzentrum tätig und seit 2013 für die Leitung der klinischen Psychotherapeut:innen am Deutschen Kinderschmerzzentrum verantwortlich. Es ist ihm ein Herzensanliegen, sowohl die psychologische Versorgung in der täglichen Arbeit im Deutschen Kinderschmerzzentrum für diese Patient:innen und ihre Familien zu verbessern, als auch in der Aus- und Weiterbildung anderer Psychotherapeut:innen ein tieferes Verständnis in der psychotherapeutischen Arbeit für diese Patient:innen zu vermitteln.

Svenja Wöhrmann arbeitet seit 2007 als Medizinische Fachangestellte in der Ambulanz des Deutschen Kinderschmerzzentrums. Sie kümmert sich vor allem um die administrativen und organisatorischen Abläufe in der Ambulanz. Sie und die Kolleginnen sind die erste Anlaufstelle für die Patient:innen sowie ihre Familien. Ein freundlicher und wertschätzender Umgang ist ihr besonders wichtig. Svenja und ihre Kolleginnen nehmen die Anliegen der Familien ernst und möchten, dass sie sich bei uns gut aufgehoben fühlen.

Julia Wager ist Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und leidenschaftliche Wissenschaftlerin. Sie leitet die Forschungsabteilung am Deutschen Kinderschmerzzentrum und arbeitet mit einem multidisziplinären Team an spannenden Forschungsfragen rund um das Thema Schmerz. Neben einigen anderen Schwerpunkten geht es bei dieser Arbeit auch darum, die Versorgung von Kindern und Jugendlichen am Deutschen Kinderschmerzzentrum wissenschaftlich zu begleiten, weiter zu entwickeln und zu verbessern. Daher werden viele Patient:innen und ihre Familien eingeladen, sich an Forschungsprojekten zu beteiligen.

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Dr. Dunja Genent ist Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin und Schmerztherapeutin. Seit 2006 ist sie an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik tätig, seit 2016 am Deutschen Kinderschmerzzentrum in verschiedenen Bereichen. Sie leitet seit 2025 als Oberärztin die Kinderschmerzambulanz sowie das Fachzentrum für seltene Schmerzerkrankungen bei jungen Menschen und schätzt die Arbeit in unserem multiprofessionellen Team. Zusammen mit einer Psychologin führt sie unter anderem die Erstvorstellungsgespräche in unserer Ambulanz. Dabei ist ihr wichtig, für jede und jeden einzelnen individuelle Therapiemöglichkeiten zu erarbeiten, damit die Patient:innen wieder ihren altersentsprechenden Alltag leben können.

Alexandra Tüllmann verantwortet die Stationsleitung des Pflege- und Erziehungsdienstes auf der Station Leuchtturm und in Paulas Haus. Ihre Tätigkeiten umfassen die fachliche, personelle und organisatorische Leitung, die Organisation und Koordination der Warteliste und Patient:innenaufnahme sowie die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen und wirtschaftlichen Patient:innenversorgung. Außerdem kümmert sie sich um die Führung und Entwicklung ihres Teams sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Sie gestaltet Konzepte mit und entwickelt die Stationen laufend weiter. Sie und ihr Team verstehen sich als verlässliche Wegbegleiter:innen mit Herz und Verstand für Patient: innen und ihre Angehörigen während der stationären Schmerztherapie.

